Risse in der Fassade können harmlos sein — oder auf statische Probleme hinweisen. Feuchtigkeitseintritt durch die Fassade verursacht Schäden, die man erst sieht, wenn es zu spät ist. Eine qualifizierte Einschätzung gibt Sicherheit.
Was nach außen wie ein kosmetisches Problem aussieht, kann innen bereits erhebliche Schäden verursacht haben.
Haarrisse durch Temperaturwechsel sind normal. Setzungsrisse, die sich diagonal über Fensterecken ziehen, können auf Fundamentbewegungen hinweisen. Ohne Fachkenntnis ist der Unterschied kaum erkennbar — aber der Handlungsbedarf ist völlig unterschiedlich.
Schlagregen und Kapillarwasser dringen durch schadhafte Fugen, Risse und verwitterten Putz ins Mauerwerk ein. Die Folge: Wärmedämmung verliert Wirkung, Schimmel im Innenraum, Frostschäden im Winter — alles erst sichtbar, wenn der Schaden bereits groß ist.
Wer Risse einfach überstreicht oder mit Silikon füllt, löst das Problem nicht — sondern verdeckt es. Eine fachgerechte Sanierung erfordert Kenntnis über Rissursache, Rissbreite und geeignetes Instandsetzungsverfahren.
Haarrisse, Putzrisse, Strukturrisse, Setzungsrisse — Klassifikation nach Art, Breite und Verlauf, Einschätzung der Ursache und des Handlungsbedarfs
Sichtbare Feuchtigkeitsspuren, Salzausblühungen, Dunkelverfärbungen, Aufwölbungen im Putz — Lokalisierung und Bewertung der Eintrittsquellen
Hohlstellen, abgeplatzter Putz, Carbonatisierung (Sichtbeton), Korrosion von Bewehrungsstahl hinter dem Putz — Schadensausdehnung und Dringlichkeit
Moos, Algen, Flechten und Efeu können Putz und Fugen dauerhaft schädigen. Bewertung der Durchdringungstiefe und Empfehlung zur Behandlung
Zustand von Bewegungsfugen, Sockelputz, Fenster- und Türanschlüssen — häufige Eintrittsquellen für Schlagregen und aufsteigende Feuchtigkeit
Empfohlene Instandsetzungsverfahren (Injektion, Rissverpressung, Teilsanierung, Vollsanierung) mit grober Kostenschätzung und Dringlichkeit
| Maßnahme | Kosten |
|---|---|
| Risse ausbessern (lokal) | 500–3.000 € |
| Teilsanierung Putz + Anstrich | 3.000–10.000 € |
| Fassadenvollsanierung (EFH) | 12.000–30.000 € |
| WDVS (Vollwärmeschutz) | 20.000–50.000 € |
| Sockelabdichtung | 2.000–8.000 € |
| Bewuchsbeseitigung | 800–3.000 € |
Laden Sie Fotos der betroffenen Fassadenbereiche hoch — Gesamtansicht, Nahaufnahmen von Rissen und Schadstellen, Sockelbereich und Fensteranschlüsse.
Die KI klassifiziert Risse, erkennt Feuchtigkeitsspuren und Schäden und erstellt eine strukturierte Fassadenbewertung mit Einschätzung zu Ursache und Dringlichkeit.
Mit dem Ergebnis wissen Sie: Lokale Ausbesserung, Teilsanierung oder vollständige Erneuerung — und was das in etwa kostet.
Bei Verdacht auf Strukturrisse oder statisch relevante Schäden empfehlen wir eine Vor-Ort-Begehung durch einen Sachverständigen aus unserem Partnernetzwerk für eine verbindliche Einschätzung.
Das kommt auf die Art des Risses an. Haarrisse (unter 0,2 mm breit) im Putz sind meist harmlos und entstehen durch Temperaturwechsel oder Schwund. Strukturrisse, die tiefer ins Mauerwerk gehen, sich fortsetzen oder nach einem bestimmten Muster verlaufen, können auf Setzungen oder statische Probleme hinweisen. Im Zweifelsfall sollte immer ein Sachverständiger eingeschaltet werden.
Die Kosten hängen stark vom Schadensumfang und der gewählten Lösung ab. Eine Ausbesserung einzelner Risse und Putzschäden kostet 500–3.000 €. Eine Teilsanierung mit Putzausbesserung und neuem Anstrich liegt bei 3.000–10.000 €. Eine vollständige Fassadensanierung mit neuem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) und Anstrich liegt für ein Einfamilienhaus bei 20.000–50.000 €. Eine Ersteinschätzung zeigt, welche Maßnahme wirklich notwendig ist.
Setzungsrisse entstehen, wenn sich der Untergrund des Gebäudes ungleichmäßig setzt. Typisches Erkennungsmerkmal: diagonale Risse an Fenster- und Türecken, die sich systematisch über die Fassade ziehen. Im Gegensatz zu harmlosen Haarrissen sind Setzungsrisse oft tiefer, breiter (über 0,2 mm) und können sich über Zeit weiterentwickeln. Sie sollten stets von einem Sachverständigen bewertet werden.
Nur bei echten Haarrissen ist ein Überstreichen mit elastischer Farbe ausreichend. Bei größeren Rissen ist das keine dauerhafte Lösung — der Riss öffnet sich erneut, und die Feuchtigkeitsproblematik bleibt ungelöst. Strukturrisse müssen rissgerechtrecht durch Verpressung, Injektion oder Austausch schadhafter Mauerwerkspartien instandgesetzt werden.
Eine reine Fassadeninstandsetzung (ohne Dämmung) wird in der Regel nicht gefördert. Anders sieht es aus, wenn die Fassadensanierung mit einer energetischen Verbesserung verbunden wird: Ein neues Wärmedämmverbundsystem (WDVS) kann über die Bundesförderung Effiziente Gebäude (BEG, BAFA/KfW) mit bis zu 20 % gefördert werden. Voraussetzung ist ein Energieeffizienz-Experte.
Eine qualifizierte Fassadenbewertung in 24–48 Stunden — damit Sie wissen, ob Ausbesserung reicht oder Handlungsbedarf besteht.